Scharnetzky und Skriebeleit in Sulzbach: Buchvorstellung zu Flossenbürg


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Ein Abend der Erinnerungskultur: Fotografie als Zeugnis und Macht – Buchvorstellung in Sulzbach
Ein seltenes literarisches Erlebnis erwartet das Publikum in der ehemaligen Synagoge Sulzbach-Rosenberg: Die neue Publikation »Inszenierung, Schnappschuss, Dokumentation. Fotografien aus dem Lagerkomplex Flossenbürg« wird vorgestellt – mit Gespräch über Kontext, Bildsprache und historische Verantwortung. In konzentrierter Lesungs-Atmosphäre öffnet sich ein Raum für Autor-Begegnung, kritische Reflexion und historische Bildkunde.
Warum diese Buchvorstellung wichtig ist
Mit über 300 bislang meist unveröffentlichten Aufnahmen aus dem Lagerkomplex Flossenbürg legt der Band – herausgegeben von Julius Scharnetzky und Jörg Skriebeleit – eine quellengesättigte, bildwissenschaftlich fundierte Perspektive vor. Er zeigt, wie Fotografie im NS-System als Mittel der Kommunikation, Kontrolle und Inszenierung diente und wie private Schnappschüsse Täter-Narrative formten. Die Veranstaltung führt in das Genre der historischen Fotografie ein und diskutiert narrative Strategien, Bildethik und die literarische Qualität kommentierender Essays.
Sinnliche Eindrücke: Stimme, Sprache, Raum
Die sprachliche Kunstfertigkeit der Herausgeber trifft auf die besondere Akustik der restaurierten Synagoge: eine intime Atmosphäre, die die Wahrnehmung für Bilddetails, Tonlagen und Zwischentöne schärft. Präzise Erläuterungen zur Entstehungskonstellation der Fotos verbinden sich mit einer reflektierten Lesung ausgewählter Textpassagen – ein literarisches Erlebnis zwischen Analyse, Erinnerung und Gegenwartsbezug.
Kontext und Diskurs
Im Gespräch werden historische Rahmendaten, editorische Entscheidungen und die Einbettung in die Forschung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Zentrums Erinnerungskultur erläutert. Der Abend verknüpft Forschung, Editionspraxis und gesellschaftlichen Diskurs – mit Blick auf Verantwortung, Täterschaft, Bildpolitik und die Rolle fotografischer Narrative.
Fragen aus dem Publikum
Im Anschluss an die Vorstellung ist eine moderierte Gesprächsphase vorgesehen. Hier rücken Rezeption, Quellenkritik und die ethische Betrachtung von Täterfotografien in den Fokus. Besucherinnen und Besucher erhalten vertiefte Einblicke in Stil, Struktur und Methode des Bandes.
Fazit: Wer die Verbindung von historischer Genauigkeit, Literatur und Bildwissenschaft sucht, erlebt hier eine konzentrierte, geistig anregende Stunde der Erinnerungskultur. Die ehemalige Synagoge bietet den würdigen Rahmen für eine Begegnung mit Bildern, Texten und Stimmen, die bleiben.
Offizielle Kanäle von Julius Scharnetzky & Jörg Skriebeleit:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: Kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: https://www.wallstein-verlag.de/9783835336162-inszenierung-schnappschuss-dokumentation.html










