Wolken und geschmiedete Luftlöcher: Kunst und Materialpoesie in Amberg

Event: Wolken und geschmiedete Luftlöcher in Amberg on 18. Juni 2026

Datum und Uhrzeit

18. Juni 2026 18:06 Uhr

Veranstaltungsort

Tourist-Information Amberg
Hallpl. 2, 92224 Amberg, Germany

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Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wolken, Metall und die Kunst des Formens

Mit Wolken und geschmiedete Luftlöcher rückt in Amberg eine Ausstellung in den Blick, die Schmuckkunst, Fotografie und Materialexperiment auf besondere Weise miteinander verbindet. Bettina Dittlmann und Michael Jank führen vor, wie aus Gold, Silber, Kupfer und Eisen ebenso poetische wie präzise Arbeiten entstehen. Das Kunsterlebnis entfaltet sich zwischen handgeschmiedeten Fürimmerringen und den Wolkenbildern eines Künstlers, der das Naturphänomen seit Jahrzehnten untersucht.

Material als Sprache

Bettina Dittlmann, geboren 1964 in Passau, gehört zu den profilierten Stimmen der zeitgenössischen Schmuckkunst. Ihre Ausbildung zur Silberschmiedin, ihre Arbeit im Bereich Metall und ihr langjähriger künstlerischer Weg prägen ein Œuvre, das Form, Oberfläche und Tragekörper immer wieder neu befragt. Seit 1998 arbeitet sie mit Michael Jank an den Fürimmerringen. Diese Ringe entstehen aus einem einzigen Materialstück, das geschmiedet, gedehnt und gestreckt wird. So verdichtet sich handwerkliche Disziplin zu einer fast skulpturalen Ästhetik.

Wolken als Bildraum

Michael Jank nähert sich dem Motiv der Wolke mit fotografischer Strenge und poetischer Offenheit zugleich. Laut musealer Dokumentation kreist er seit rund 25 Jahren um dieses Element und überführt seine Beobachtungen in Fotografie, Fotogravur, Lithografie und Siebdruck. Seine Arbeiten öffnen einen Bildraum zwischen Naturstudie und künstlerischer Abstraktion. In der Ausstellung trifft die flüchtige Bewegung der Wolke auf die Verdichtung des Metalls, ein spannungsreiches Spiel von Leichtigkeit und Gewicht, von Fläche und Volumen.

Zwischen Schmuckobjekt und Kunstwerk

Besonders reizvoll ist die Verbindung der beiden Positionen: Die Ringe wirken nicht nur als tragbare Objekte, sondern auch als kleine Skulpturen mit archaischer Präsenz. Die Oberfläche erinnert an Spuren von Hammer, Druck und Wärme. Gleichzeitig verweisen Janks fotografische Arbeiten auf eine Kunst des Sehens, die das scheinbar Nebensächliche in eine eindringliche Form verwandelt. Wer sich für angewandte Kunst, zeitgenössischen Schmuck und Materialästhetik interessiert, erlebt hier eine Ausstellung mit hoher museumspädagogischer Qualität.

Eintritt frei, Kunst nah

Die Veranstaltung ist als inspirierende Vorberichterstattung für alle gedacht, die handwerkliche Exzellenz, künstlerische Forschung und die sinnliche Wirkung von Materialien schätzen. Der freie Eintritt macht den Besuch zusätzlich attraktiv. Wer präzise Goldschmiedekunst und atmosphärische Bildwelten erleben möchte, sollte diesen Termin in Amberg nicht verpassen.

Offizielle Kanäle von Bettina Dittlmann und Michael Jank:

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen