Uli Schulz in Amberg: Zeichnungen zur Zeit – Werk, Raum, Erfahrung


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Zeit verzeichnen: Uli Schulz entfaltet die Poesie des Vergänglichen
Die kommende Ausstellung widmet sich dem zeichnerischen Kosmos von Uli Schulz. Die Künstlerin studierte Kommunikationsdesign und Malerei in München und Barcelona; ihre Arbeiten wurden in Deutschland und Spanien gezeigt. Seit einigen Jahren konzentriert sie sich ausschließlich auf die Zeichnung. Auf großformatigen Blättern befragt sie die Erfahrung von Zeit: subjektive Wahrnehmung, objektive Bestandsaufnahme, Verdichtung und Auflösung.
Werkbetrachtung: Linien als Zeitspuren
Im Zentrum steht die Zeichnung als elementare Kunstpraxis. Aus Liniengeflechten, Verdichtungen und Pausen formt Schulz ein sensibles Gewebe. Schwarz-Weiß-Kontraste modulieren die Bildfläche, feine Schraffuren und gestische Setzungen erzeugen Rhythmus. Die Werkbetrachtung macht ein Kunsterlebnis sichtbar, in dem Sekunden zu Zuständen werden und die ästhetische Erfahrung des Schauens selbst zum Thema reift.
Kunsthistorischer Kontext: Zeichnung zwischen Prozess und Präsenz
Die Arbeiten verorten sich zwischen klassischer Zeichnung und zeitgenössischer Bildforschung. Der Fokus auf Großformate verschiebt die Zeichnung vom Skizzenhaften in die Sphäre autonomer Bildwerke. Kuratorisch entsteht eine Ausstellungsatmosphäre, die den Prozesscharakter betont: serielle Reihungen, leere Partituren, dichte Knotenpunkte. So werden Zeit, Wahrnehmung und Erinnerung als Kunstrichtung der Gegenwart reflektiert.
Raumwirkung und Material: Papier als Resonanzkörper
Großformatiges Papier antwortet auf Druck, Reibung und Tempo des Zeichnens. Licht tastet über Fasern, Kanten und Überlagerungen, wodurch ein vibrierendes Feld entsteht. Reduktion und Nuance, Spannung und Stille prägen die Raumwirkung. Die Installation der Blätter lässt den Betrachter in die Dauer des Bildes eintreten.
Thema Zeit: Dauer, Moment, Wiederkehr
Vergänglichkeit und Wiederholung strukturieren die Bildlogik. Zeit erscheint als gezeichnete Erfahrung: als Verdichtung von Spuren, als Unterbrechung, als Schwebe zwischen Anfang und Ende. Die Werkreihen lesen sich wie Bestandsaufnahmen einer inneren Chronologie.
Fazit
Diese Ausstellung verspricht eine konzentrierte, sinnliche Begegnung mit Zeichnung. Wer die leisen Töne der Kunst schätzt, erlebt hier eine Schule des Sehens: klare Formen, präzise Gesten, dichte Atmosphären. Empfehlenswert für alle, die ihre Wahrnehmung schärfen und Zeit als ästhetische Erfahrung erkunden möchten.
Offizielle Kanäle von Uli Schulz:
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