Jessica Mawuena Lawson in Sulzbach-Rosenberg: Lesung aus Kekeli


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Jessica Mawuena Lawson liest aus ihrem Debütroman Kekeli
Wenn vertraute Gewissheiten ins Wanken geraten, beginnt Literatur ihre besondere Kraft zu entfalten. Bei der Lesung in der Buchhandlung Volkert stellt Jessica Mawuena Lawson ihren Debütroman Kekeli vor – eine feinfühlige Coming-of-Age-Erzählung über Zugehörigkeit, Familie, Identität und Schwarzes Leben in Deutschland.
Eine Reise, die Fragen öffnet
Kekeli lebt in einer Kleinstadt in Süddeutschland. Dass ihre Mutter weiß und ihr Vater schwarz ist, scheint zunächst keine Rolle zu spielen. Erst der Besuch ihrer Cousine Afi aus Togo bringt Fragen an die Oberfläche, die Kekeli lange verdrängt hat. Gemeinsam mit Afi, ihrem Mitschüler Kwame und dessen Bruder Kofi begibt sie sich auf einen Roadtrip quer durch Deutschland.
Die Reise führt weit über geografische Grenzen hinaus. Sie wird zu einer Suche nach Herkunft, Erinnerung und persönlicher Freiheit. Während die Jugendlichen für die Pamoja Society an einem Dokumentarfilm über das Leben Schwarzer Menschen in Deutschland arbeiten, begegnet Kekeli politischen, historischen und familiären Dimensionen ihrer eigenen Biografie.
Coming-of-Age zwischen Roadtrip und Familiengeschichte
Lawson verbindet die Dynamik eines Roadtrips mit der inneren Bewegung eines klassischen Coming-of-Age-Romans. Afrobeats, Poesie, neue Freundschaften und eine zarte Liebesgeschichte treffen auf die beklemmende Entdeckung eines Familiengeheimnisses. Aus dieser Verbindung entsteht ein literarischer Resonanzraum, in dem persönliche Entwicklung und gesellschaftlicher Diskurs eng ineinandergreifen.
Die klare, besondere Sprache der Autorin verleiht Kekelis Perspektive Nähe und Präzision. Der Roman erzählt nicht belehrend, sondern lässt seine Themen aus Figuren, Begegnungen und Widersprüchen hervorgehen. Fragen nach Heimat, Sichtbarkeit und Zugehörigkeit erhalten dadurch eine unmittelbar erfahrbare Dimension.
Eine wichtige Stimme der Gegenwartsliteratur
Jessica Mawuena Lawson wurde 1997 geboren, lebt in Süddeutschland, arbeitet in einer Unterkunft für Geflüchtete und studiert Literatur- und Kulturtheorie. Nach einem Volontariat im Arena Verlag ist sie außerdem als freie Sensitivity Readerin und Lektorin tätig. Kekeli ist ihr Debütroman, in dem sie auch Erfahrungen eines deutsch-togoischen Hintergrunds literarisch verarbeitet.
Literaturkritische Stimmen würdigen den Roman als kluge und nahbare Verbindung aus Roadtrip, Coming-of-Age und Own-Voice-Erzählung. Im Zentrum stehen nicht nur Rassismus und Diskriminierung, sondern ebenso die leisen, persönlichen Prozesse, durch die eine junge Frau ihren Platz in der Welt neu bestimmt.
Fazit: Literatur als Begegnung
Die Lesung in der Buchhandlung Volkert verspricht eine intensive Autor-Begegnung mit einer jungen literarischen Stimme, deren Werk gesellschaftliche Relevanz und erzählerische Wärme verbindet. Besucherinnen und Besucher erleben die Sprachkunst von Jessica Mawuena Lawson, erhalten Einblicke in die Entstehung ihres Debütromans und begegnen einer Geschichte, die lange nachklingt. Wer Literatur als lebendiges, inspirierendes Erlebnis erfahren möchte, sollte diesen Abend nicht verpassen.
Offizielle Kanäle von Jessica Mawuena Lawson:
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