Wolken und geschmiedete Luftlöcher in Amberg: Schmuckkunst trifft auf Fotografie


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Wenn Schmuck zur Skulptur wird und Wolken Form annehmen
In Amberg trifft zeitgenössische Kunst auf präzise Goldschmiedekunst, fotografische Wahrnehmung und die Poesie des Materials. Die Ausstellung von Bettina Dittlmann und Michael Jank führt in eine Bildwelt zwischen Metall, Oberfläche und Naturbeobachtung. Das Resultat ist ein Kunsterlebnis, das handwerkliche Exzellenz mit ästhetischer Erfahrung verbindet und den Blick auf Schmuck als autonome Kunstform schärft.
Gold, Silber, Kupfer und Eisen als künstlerische Sprache
Seit 1998 arbeiten Bettina Dittlmann und Michael Jank an den FÜRIMMERRINGEN, die aus Feingold, Feinsilber, Kupfer und Reineisen entstehen. Das Material wird aufgedornt, gedehnt, gestreckt und geformt. Aus diesem Prozess erwachsen Arbeiten, die zwischen Ring, Objekt und Skulptur oszillieren. Die Ausstellung macht sichtbar, wie stark sich in der zeitgenössischen Schmuckkunst Formgefühl, Konzept und körperliche Präsenz verschränken.
Wolken als Motiv, Oberfläche als Bildraum
Michael Jank hat das Naturphänomen Wolke über viele Jahre fotografisch untersucht und seine Arbeiten in Fotogravur, Lithografie und Siebdruck weiterentwickelt. In der Begegnung mit den geschmiedeten Metalloberflächen entsteht ein Dialog zwischen Leichtigkeit und Widerstand, zwischen Flüchtigkeit und Dauer. Genau darin liegt die besondere museumspädagogische Qualität dieser Ausstellung: Sie lädt zur Werkbetrachtung ein und zeigt, wie Materialität Bedeutung formt.
Eine international beachtete Position der Gegenwartskunst
Bettina Dittlmann studierte unter anderem in München bei Hermann Jünger und Otto Künzli sowie an der State University of New York in New Paltz. Michael Jank studierte Industriedesign in München und arbeitete seit 1998 mit Dittlmann zusammen. Beide wurden 2009 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Dittlmann erhielt außerdem unter anderem den Danner-Preis. Ihre Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter das Metropolitan Museum of Art, das Victoria and Albert Museum, Die Neue Sammlung und das Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum. Damit erhält die Amberger Vorberichterstattung eine klare kunsthistorische Einordnung: Hier zeigt sich Contemporary Craft auf internationalem Niveau.
Besuch, Raumwirkung und Ausstellungsatmosphäre
Die Ausstellung richtet sich an alle, die Schmuck, Fotografie und experimentelle Materialbearbeitung im Kontext einer anspruchsvollen Kuratierung erleben möchten. Erwartet werden ruhige Konzentration, feine Oberflächen, starke Kontraste und eine Ausstellungsatmosphäre, in der das Kleine groß wirkt. Der Eintritt ist frei, was den Besuch besonders niedrigschwellig macht und die kulturelle Bildung in Amberg sinnvoll erweitert.
Fazit: Wer Kunst als präzise Verbindung von Handwerk, Wahrnehmung und Idee erleben möchte, sollte diese Ausstellung in Amberg unbedingt live besuchen. Sie verspricht einen dichten Blick auf zeitgenössische Schmuckkunst und auf Werke, die aus Material eine Geschichte machen.
Offizielle Kanäle von Bettina Dittlmann & Michael Jank:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://rosemarie-jaeger.de/en/artist/bettina-dittlmann/










