Wolken und geschmiedete Luftlöcher im Landratsamt Amberg-Sulzbach: Schmuckkunst und Fotografie erleben

Event: Wolken und geschmiedete Luftlöcher – Bettina Dittlmann & Michael Jank in Landratsamt Amberg-Sulzbach, Schloßgraben 3, 92224 Amberg on 26. August 2026

Datum und Uhrzeit

26. August 2026 00:00 Uhr

Veranstaltungsort

Landratsamt Amberg-Sulzbach
Schloßgraben 3, 92224 Amberg, Germany

Tickets

Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Zwischen Wolken, Metall und Licht: Eine Ausstellung über Form und Verwandlung

Die Ausstellung Wolken und geschmiedete Luftlöcher führt in ein seltenes Kunsterlebnis, in dem Schmuck, Fotografie und Materialexperiment auf eindrucksvolle Weise zusammenfinden. Bettina Dittlmann und Michael Jank verbinden seit vielen Jahren handwerkliche Präzision mit künstlerischer Forschung; ihr gemeinsames Projekt Fürimmerringe hat sich zu einer eigenständigen Position im zeitgenössischen Schmuck und in der angewandten Kunst entwickelt. Bettina Dittlmanns Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste München, ihre internationale Lehr- und Ausstellungstätigkeit sowie ihre Auszeichnungen bis zum Danner-Preis 2020 markieren eine bemerkenswerte künstlerische Autorität. Michael Jank wiederum arbeitet seit 1998 mit Dittlmann zusammen, studierte in München und Oregon und wurde 2009 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. ([rosemarie-jaeger.de](https://rosemarie-jaeger.de/artist/bettina-dittlmann/?utm_source=openai))

Material als Gedächtnis

Im Zentrum stehen geschmiedete Ringe aus Gold, Silber, Kupfer und Eisen, die aus einem Materialstück geformt, aufgedornt, gedehnt und gestreckt werden. Diese Technik verleiht dem Schmuck eine fast skulpturale Präsenz: nicht als bloßes Accessoire, sondern als verdichtete Erzählung von Arbeit, Widerstand und Verwandlung. Die Werkbetrachtung offenbart Oberflächen, die zwischen Härte und Verletzlichkeit oszillieren, zwischen polierter Eleganz und sichtbarer Spur des Handgriffs.

Wolken als Bild, Spur und Zustand

Michael Janks Auseinandersetzung mit dem Element Wolke reicht laut Museumsangaben seit rund 25 Jahren zurück. Seine Bilder, Drucke und experimentellen Verfahren wie Fotogravur, Lithografie und Siebdruck öffnen einen meditativen Raum, in dem sich Wetter, Landschaft und Wahrnehmung überlagern. Besonders spannend ist der Bezug zu den Fürimmerringen: Aus den geschmiedeten Metalloberflächen entstehen Makroaufnahmen, die das Kleine ins Atmosphärische kippen lassen. So entsteht eine Ausstellungsatmosphäre, in der Nähe und Ferne, Handwerk und Imagination, Form und Auflösung in ständiger Spannung bleiben. ([museen-in-bayern.de](https://museen-in-bayern.de/ausstellungen/detail/haus-der-fotografie-dr-robert-gerlich-museum/ausstellung/14797?utm_source=openai))

Kunsthistorische Einordnung und kulturelle Bildung

Die Präsentation ist für Besucherinnen und Besucher auch ein Lehrstück über zeitgenössische Schmuckkunst als Bild- und Denkraum. Dittlmanns Arbeiten sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, darunter das Metropolitan Museum of Art, das Victoria and Albert Museum und Die Neue Sammlung. Das verweist auf die internationale Relevanz einer Praxis, die Handwerk nicht als nostalgische Rückschau versteht, sondern als präzise künstlerische Sprache. Für kunstinteressierte Gäste eröffnet sich damit eine ästhetische Erfahrung, die Materialkunde, Formanalyse und kulturelle Bildung auf überzeugende Weise verbindet. ([rosemarie-jaeger.de](https://rosemarie-jaeger.de/artist/bettina-dittlmann/?utm_source=openai))

Fazit: Ein Besuch, der den Blick schärft

Wer diese Ausstellung besucht, erlebt keine dekorative Schau, sondern eine konzentrierte Begegnung mit der Energie des Materials und der Poesie der Wolken. Wolken und geschmiedete Luftlöcher lädt dazu ein, Schmuck als Kunstform neu zu sehen und die subtile Verbindung von Handwerk, Fotografie und Raumwahrnehmung live zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich für alle, die Kunst nicht nur betrachten, sondern in ihrer Tiefe erfahren möchten.

Offizielle Kanäle von Bettina Dittlmann und Michael Jank:

Quellen:

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