Das Ariadne Projekt in der Stadtgalerie: Installation und Skulptur erleben


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Fäden, Mythen, Materialpoesie: Das Ariadne Projekt in der Stadtgalerie
Die Stadtgalerie ALTE FEUERWACHE im Stadtmuseum Amberg eröffnet mit dem Ariadne Projekt ein intensives Kunsterlebnis. Die deutsch-israelische Künstlerin Belle Shafir und die Amberger Bildhauerin Hanna Regina Uber verweben den antiken Mythos von Ariadne und dem Labyrinth mit zeitgenössischer Installation, Skulptur und Materialästhetik. Der freie Zugang zur Galerie über das Stadtmuseum macht die Ausstellung zu einem niederschwelligen, multisensorischen Erlebnisraum.
Einführung: Mythos als Gegenwart
Ausgangspunkt ist der Faden der Ariadne: Orientierung im Unübersichtlichen, Empathie im Konflikt, Erinnerung als Leitmotiv. Kuratorisch entfaltet sich die Werkbetrachtung entlang roter Fäden, modulierten Lichtzonen und einer präzisen Raumwirkung, in der Materialien wie Pferdehaar, Schläuche oder Bronze eine dichte Ausstellungsatmosphäre erzeugen.
Werkdialoge: Erinnerung, Körper, Material
Belle Shafir, seit den 1970er-Jahren in Tel Aviv aktiv, ist für prozessorientierte Installationen bekannt. Ihre Arbeiten thematisieren Identität, Verletzlichkeit und Natur-Kultur-Übergänge der Gegenwartskunst. In der Werkanalyse überzeugt die Verschränkung von Video, organischen Texturen und skulpturalen Setzungen; Farben treten zurück, Formen und Oberflächen sprechen. Die Werkbetrachtung eröffnet ästhetische Erfahrungen zwischen Nähe und Distanz.
Hanna Regina Uber setzt dem filigranen Faden eine plastische Sprache entgegen. Ihre Skulpturen und Installationen, oft in Zusammenarbeit mit der Bronzegießerei Diem entwickelt, loten Körperlichkeit, Zeichenhaftigkeit und Mythos-Narrative aus. Die Raumwirkung entsteht durch klare Volumina, Rhythmen und Schattenwürfe; die kuratorische Anordnung lädt zur langsamen Annäherung und zu präziser Werkbetrachtung.
Kuratierung und Bildungsbezug
Die Ausstellung ist stringent kuratiert: Sequenzen von Malerei, Objekt und Installation strukturieren den Parcours. Vermittlungsaspekte – von leichten Einstiegen bis zu vertiefenden Kontexten – fördern kulturelle Bildung. Das Stadtmuseum verweist zudem auf inklusive Angebote und barrierearme Zugänge in den Sonderausstellungsräumen, wodurch ein breites Publikum erreicht wird.
Sinnliche Eindrücke: Licht, Linien, Labyrinth
Gedämpftes Licht, punktuelle Spotführung und taktile Materialien steigern die ästhetische Erfahrung. Der rote Faden, als Leitmotiv inszeniert, führt Besucher durch ein gedankliches Labyrinth: Zwischen Erinnerungsarbeit und Gegenwartsdiagnose entfaltet sich ein leises, nachhaltiges Kunsterlebnis.
Fazit
Das Ariadne Projekt verspricht eine konzentrierte Begegnung mit zeitgenössischer Installation und Skulptur. Wer Farben, Formen, Raumklang und das Spiel der Materialien liebt, findet hier eine präzise komponierte Ausstellungsatmosphäre. Nutzen Sie den freien Eintritt, erleben Sie Werkbetrachtung auf höchstem Niveau – und folgen Sie dem Faden durch das Labyrinth der Gegenwart.
Offizielle Kanäle von Belle Shafir und Hanna Regina Uber:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.belleshafir.com/; https://www.kunstprojekt-net.de









