Wolken und geschmiedete Luftlöcher in Amberg: Schmuckkunst als Kunsterlebnis

Event: Wolken und geschmiedete Luftlöcher – Bettina Dittlmann & Michael Jank in Amberg on 12. Juli 2026

Datum und Uhrzeit

12. Juli 2026 12:07 Uhr

Veranstaltungsort

Tourist-Information Amberg
Hallpl. 2, 92224 Amberg, Germany

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Kostenlos

Über diese Veranstaltung

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Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wolken, Metall und die Poetik des Rings

Die Ausstellung Wolken und geschmiedete Luftlöcher rückt das Künstlerpaar Bettina Dittlmann und Michael Jank in den Fokus einer präzisen und zugleich poetischen Werkbetrachtung. Im Zentrum steht ein Kunsterlebnis, das traditionelle Goldschmiedekunst, experimentelle Materialbearbeitung und die Beobachtung des Naturphänomens Wolke miteinander verschränkt.

Handwerk als künstlerische Sprache

Seit über 20 Jahren arbeiten Dittlmann und Jank an den handgeschmiedeten Fürimmerringen. Gold, Silber, Kupfer und Eisen werden dabei nicht dekorativ eingesetzt, sondern als Träger von Form, Spannung und Bedeutung. Das Material wird aus einem Stück geformt, aufgedornt, gedehnt und gestreckt. Aus der strengen Technik entsteht eine Skulptur im Kleinen: ein Ring, der nicht nur Schmuck ist, sondern ein konzentriertes Bild von Zeit, Kraft und Verwandlung.

Zwischen Wolke und Schmiedefeuer

Der Ausstellungstitel öffnet den Blick für einen produktiven Gegensatz. Wolken stehen für Wandel, Leichtigkeit und Unbestimmtheit, geschmiedete Luftlöcher für Verdichtung, Widerstand und handwerkliche Präzision. Genau in diesem Spannungsfeld entfaltet sich die ästhetische Erfahrung der Schau. Die Oberfläche des Metalls, die Spuren des Hammers und die archaische Energie der Form erinnern daran, dass zeitgenössischer Schmuck weit über Zierde hinausgeht.

Ein Beitrag zur zeitgenössischen Schmuckkunst

Bettina Dittlmann, geboren 1964, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Hermann Jünger und Otto Künzli sowie an der State University of New York in New Paltz. Ihre Arbeiten sind in renommierten Sammlungen vertreten, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York und Die Neue Sammlung in München. Michael Jank, geboren 1972, studierte Industriedesign in München und entwickelte mit Dittlmann seit 1998 die FÜRIMMERRINGE als gemeinsames künstlerisches Projekt. Beide Positionen stehen exemplarisch für die internationale Anerkennung zeitgenössischer Schmuckkunst zwischen Kunsthandwerk, Design und freier Kunst.

Was Besucherinnen und Besucher erwartet

Die Ausstellung verspricht eine ruhige, konzentrierte Begegnung mit Material, Form und Idee. Wer sich auf diese Werkbetrachtung einlässt, erlebt Schmuck als kulturelle Bildung in ihrer schönsten Form: nah, handwerklich, intellektuell und sinnlich zugleich. Ein Besuch lohnt sich für alle, die zeitgenössische Kunst nicht nur anschauen, sondern mit allen Sinnen lesen möchten.

Fazit: Diese Präsentation eröffnet einen seltenen Blick auf die Verbindung von Goldschmiedekunst, Skulptur und Naturbeobachtung. Wer präzise gefertigte Arbeiten mit großer gedanklicher Tiefe schätzt, sollte die Ausstellung in Amberg unbedingt live erleben.

Offizielle Kanäle von Bettina Dittlmann & Michael Jank:

Quellen:

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