Uli Schulz in Amberg: Zeichnungen als Chronografie der Zeit


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Die Zeit zeichnen: Uli Schulz entfaltet poetische Chronografien
Diese Vorbesichtigung führt in das kommende Kunsterlebnis der Künstlerin Uli Schulz. Bekannt für großformatige Zeichnungen, erforscht sie die ästhetische Erfahrung von Zeit: ihre Dehnung und Verdichtung, ihr Erinnern und Vergessen. In Amberg erwartet Besucherinnen und Besucher eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der Linien, Schraffuren und Papierraum zu präziser Werkbetrachtung einladen.
Zeichnung als Seismograf der Dauer
Mit Kugelschreiber, Fineliner und Pigmentstift entwickelt Schulz seit Jahren Serien, die sie Chronografie nennt. Die Blätter funktionieren wie sensible Messinstrumente: mikroskopische Linienlagen, pulsierende Verdichtungen, Atempausen aus Weiß. Das Material Papier bleibt spürbar, die Oberfläche atmet; Licht streicht über Graphit, Tusche und punktierte Bohrungen. So entsteht eine visuelle Grammatik der Vergänglichkeit, die zwischen Minimalismus und kontemplativer Konzentration balanciert.
Erinnern und Vergessen: Eine Werkspur
Die Werkreihe Erinnern und Vergessen (2021–2022) verhandelt Zeitphänomene als palimpsestartige Schichtungen. Schwarze Linienfelder werden zu geistigen Räumen; Ränder, Kanten, feine Fehler bilden semantische Partikel eines stillen Diskurses. Schulz’ Zeichnung versteht sich weniger als Abbild, vielmehr als Prozess – als Kunstrichtung zwischen Zeichnung, Konzeptkunst und prozessorientierter Installation im Blattformat.
Kuratierung und Raumwirkung
Die Präsentation setzt auf ruhige Sequenzen, klare Sichtachsen und lesbare Hängung. Zwischen Nahsicht und Panorama wechselt die Wahrnehmung: Aus Gesten werden Systeme, aus Punkten Zeitpartikel. Diese Kuratierung fördert eine entschleunigte Werkbetrachtung und eröffnet Bezüge zur Zeichnungsgeschichte seit der Moderne.
Kulturelle Bildung und Vermittlung
Für kunsthistorisch Interessierte bietet die Ausstellung Anknüpfungspunkte zu Themen wie Serialität, Notation, Diagramm und Erinnerungskultur. Begleitende Angebote wie Führungen und Gesprächsformate (Informationen folgen) vertiefen Fragen zu Technik, Epoche und Ästhetik.
Fazit
Wer die stille Intensität der Zeichnung liebt, erlebt hier ein präzises Zeitlabor. Farbenarm, doch reich an rhythmischer Energie, verdichtet Uli Schulz das Flüchtige zu konzentrierten Bildern. Besuchen Sie die Ausstellung vor Ort: für eine nachhaltige ästhetische Erfahrung, die lange nachklingt.
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