Fürimmerringe in Amberg: Schmuckkunst zwischen Handwerk und Poesie

Event: Fürimmerringe – Bettina Dittlmann und Michael Jank in Amberg on 17. Juli 2026

Datum und Uhrzeit

17. Juli 2026 17:07 Uhr

Veranstaltungsort

Amberg-Sulzbacher Land, Nicht angegeben
Amberg-Sulzbacher Land, Nicht angegeben, Amberg

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Über diese Veranstaltung

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Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Fürimmerringe: Wenn Schmuck zur Skulptur und das Material zur Poesie wird

Diese Ausstellung führt in eine präzise, stille und zugleich zutiefst sinnliche Welt des zeitgenössischen Schmucks. Bettina Dittlmann und Michael Jank verbinden traditionelle Goldschmiedekunst mit experimenteller Materialbearbeitung und einer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Naturphänomen Wolken. Im Zentrum stehen die seit mehr als 20 Jahren entwickelten Fürimmerringe: handgeschmiedete Arbeiten aus Gold, Silber, Kupfer und Eisen, die aus einem einzigen Materialstück geformt werden.

Handwerk als künstlerische Sprache

Die Fürimmerringe entstehen nicht aus additiver Dekoration, sondern aus einem konzentrierten Prozess des Schmiedens, Dehnens und Streckens. Amboss, Hammer und Feuer werden hier zu Werkzeugen einer Bildhauerei im Kleinen. Die Oberfläche bleibt lebendig, die Form wirkt archaisch und zugleich hochmodern. Gerade diese Spannung macht den Reiz des Projekts aus: Der Ring erscheint nicht als bloßes Schmuckstück, sondern als konzentrierte Skulptur für den Körper.

Material, Spur und Transformation

Die künstlerische Kraft dieser Arbeiten liegt in der sichtbaren Spur des Prozesses. Schrunden, Kanten, Verdichtungen und leichte Unregelmäßigkeiten erzählen von Bewegung, Hitze und Widerstand. In kunsthistorischer Perspektive berührt das Werk jene Linie, in der sich Kunsthandwerk, Objektkunst und Konzeptkunst begegnen. Aus Schmuck wird hier ein Träger von Zeit, Erfahrung und ästhetischer Verdichtung.

Wolken als Bild für Wandel

Die Auseinandersetzung mit dem Naturphänomen Wolke erweitert den Blick auf das Werk des Künstlerpaars. Wolken stehen für Wandlung, Flüchtigkeit und permanente Bewegung. In Verbindung mit den geschmiedeten Ringen entsteht ein Spannungsfeld zwischen Dauer und Vergänglichkeit, zwischen schwerem Metall und poetischer Leichtigkeit. Genau darin entfaltet sich ein intensives Kunsterlebnis, das Werkbetrachtung und ästhetische Erfahrung miteinander verbindet.

Warum sich der Besuch lohnt

Die Ausstellung lädt dazu ein, Material nicht nur zu sehen, sondern gedanklich zu ertasten. Sie verbindet kulturelle Bildung mit einer klaren, inspirierenden Formensprache und zeigt, wie stark Gegenwartskunst aus der Tradition heraus wachsen kann. Wer sich für Schmuckkunst, Goldschmiedekunst, Objektkunst und experimentelle Werkprozesse interessiert, findet hier einen besonders eindrucksvollen Zugang.

Fazit: Die Fürimmerringe von Bettina Dittlmann und Michael Jank versprechen einen leisen, konzentrierten und hochverdichteten Ausstellungsbesuch. Wer präzises Handwerk, künstlerische Materialforschung und poetische Formensprache erleben möchte, sollte diese Präsentation live besuchen.

Offizielle Kanäle von Bettina Dittlmann und Michael Jank:

Quellen:

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