Das Ariadne-Projekt in der Stadtgalerie Amberg: Mythos als Raumkunst erleben


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Der Faden der Ariadne: Ein multisensorisches Kunsterlebnis in Amberg
Die Stadtgalerie ALTE FEUERWACHE im Stadtmuseum Amberg verwandelt sich in ein begehbares Labyrinth der Gegenwart: Das Ariadne-Projekt der Künstlerinnen Belle Shafir (Tel Aviv) und Hanna Regina Uber (Amberg/Aschach) öffnet einen Raum für intensive Werkbetrachtung, ästhetische Erfahrung und zeitgenössische Mythendeutung.
Mythos trifft Gegenwart: Kuratierte Raumkunst
Ausgangspunkt ist der antike Ariadne-Mythos mit Labyrinth, Minotaurus und Leitfaden. In der präzisen Kuratierung entsteht eine Ausstellungsatmosphäre, die Material, Form und Klang zu einer Installation der Sinne verwebt. Besucher erleben Kunstgeschichte als lebendige Gegenwart, zwischen Orientierung und Verirrung, zwischen Verführung und Erkenntnis.
Faden, Netz, Körper: Materialität als Bedeutungsträger
Belle Shafir, in Amberg geboren und seit Jahrzehnten in Israel künstlerisch aktiv, arbeitet mit verhäkelten Wachs- und Nylonfäden, Pferdehaar und Netzstrukturen. Ihre Installation entwickelt eine eigene Topografie aus Gewebe, Knoten und Leerstellen – eine Poetik des Materials, die Erinnerungsräume und kulturelle Narrative verknüpft.
Hanna Regina Uber, Bildhauerin mit starker Verankerung in der Region, denkt den Faden als Weg durch ein digitales und skulpturales Labyrinth. Klangflächen, Licht und räumliche Setzungen erzeugen eine immersive Installation, in der die Präsenz des Publikums Teil der Werkstruktur wird.
Immersion durch Klang und Zeit
Akustische Ebenen vertiefen die Raumwirkung, machen den Faden hörbar und die Zeit erfahrbar. Die Installation reagiert auf Bewegung und Blickachsen, das Sehen wird zum tastenden Orientieren. So entsteht ein intensives Kunsterlebnis, das Fragen nach Erinnerung, Identität und kultureller Verbindung verhandelt.
Kunsthistorischer Kontext und Expertise
Das Ariadne-Projekt positioniert sich im Spannungsfeld von Installation, Skulptur und Performance. Es knüpft an Strömungen seit den 1960er Jahren an – von prozessualer Kunst bis zu ortsspezifischer Installation – und aktualisiert sie mit zeitgenössischen Materialien, mythologischen Bezügen und einer reflektierten Kuratierung.
Fazit: Ein Besuch, der nachhallt
Erwarten Sie eine präzise kuratierte Ausstellung mit starker Raumwirkung, sinnlicher Materialität und intellektueller Tiefe. Eintritt frei, Zugang über das Stadtmuseum: Ideal für kunsthistorisch Interessierte, Studierende, Lehrkräfte und alle, die Kunst als Resonanzraum gesellschaftlicher Fragen erleben möchten.
Offizielle Kanäle von Belle Shafir und Hanna Regina Uber:
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