Das Ariadne Projekt in der Stadtgalerie: Installation, Skulptur und Erinnerung in Amberg


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Das Ariadne Projekt in Amberg: Zwei Künstlerinnen verweben Erinnerung, Material und Raum
Die Stadtgalerie ALTE FEUERWACHE verwandelt sich vom 29. Januar bis 12. April 2026 in ein intensives, multisensorisches Kunsterlebnis: Belle Shafir (Tel Aviv) und Hanna Regina Uber (Amberg/Aschach) realisieren mit Das Ariadne Projekt eine raumgreifende Installation, die Werkbetrachtung, ästhetische Erfahrung und Ausstellungsatmosphäre zu einem dichten Parcours bündelt.
Fäden der Erinnerung: Materialpoesie und Biografie
Aus der Nähe offenbart sich die besondere Materialität: Shafir arbeitet seit Jahren mit Pferdehaar, das sie zu feinen, kettenartigen Strukturen, Netzen und Insektenformen verdichtet – ein taktiles Vokabular zwischen Zeichnung im Raum, Skulptur und Installation. In ihrer Kunstrichtung verbinden sich Natur- und Kulturgeschichte, Traumaerinnerungen und Identität zu fragilen Bildgefügen. Ubers plastische Eingriffe setzen dem eine körperhafte Gegenstimme entgegen: Bronze, Holz, Textil und Papier entfalten Volumen, Gewicht und Oberfläche. Die Gegenüberstellung erzeugt ein vibrierendes Spannungsfeld aus Leichtigkeit und Schwere, Durchlässigkeit und Verdichtung.
Raumkomposition und Kuratierung: Wie Licht, Schatten und Wege wirken
Die Kuratierung nutzt die Architektur der Alten Feuerwache: Eng geführte Passagen wechseln mit offenen Feldern. Konzentrierte Lichtführung lässt Faserbündel schimmern, Oberflächen atmen, Schatten zeichnen Linien in den Raum. Besucher bewegen sich tastend und blickführend durch Sequenzen aus Malerei, Skulptur, Objekt und Installation. So entsteht eine sinnlich präzise Choreografie, die das eigene Zeitempfinden schärft.
Kunsthistorische Kontexte: Von Materialästhetik bis Erinnerungskultur
Shafirs Praxis knüpft an Tendenzen der Gegenwartskunst an, in denen organische Materialien – Haare, Fasern, Häute – zum Träger von Erinnerung und Narration werden. In Dialog mit Ubers skulpturaler Sprache entsteht eine Erzählung über Transformation, Verwundbarkeit und Widerstandsfähigkeit. Das Ariadne Motiv – der Faden als Orientierung im Labyrinth – wird zur Metapher kollektiver Erinnerung und individueller Biografie.
Bildung, Zugang, Besuchserlebnis
Die Stadtgalerie ist über den Haupteingang des Stadtmuseums zugänglich, der Eintritt in die Galerie ist frei. Regelmäßige Öffnungszeiten ermöglichen entschleunigte Werkbetrachtung; das Stadtmuseum bietet darüber hinaus barrierebezogene Informationen, Gruppenangebote und museumspädagogische Formate. Fotografieren ist für private Zwecke nach den Museumsregeln möglich.
Fazit: Das Ariadne Projekt verspricht eine dichte, atmosphärisch präzise Ausstellung zwischen zarter Materialpoesie und skulpturaler Präsenz. Wer zeitgenössische Kunst, Installation, Kuratierung und starke Raumwirkung schätzt, sollte diese Schau unbedingt live erleben.
Offizielle Kanäle von Belle Shafir, Hanna Regina Uber und Stadtgalerie Amberg:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.belleshafir.com/, https://www.stadtmuseum-amberg.de/, http://www.kunstprojekt-net.de/










