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ehem. Landesgartenschaugelände
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Amberg

Unnamed Road, 92224 Amberg, Deutschland

ehem. Landesgartenschaugelände | Bilder & Skulpturenweg Amberg

Zwischen Altstadt und Auenlandschaft liegt das ehemalige Landesgartenschaugelände – heute Ambergs grünes Wohnzimmer an der Vils. Wo 1996 die bayerische Landesgartenschau unter dem Motto „Leben am Fluss“ stattfand, erwartet Besucherinnen und Besucher ein weitläufiges Naherholungsgebiet mit naturnahen Uferbereichen, Kunst im Freien, Spiel- und Freizeitflächen sowie kurzen Wegen zu Kultur- und Veranstaltungsorten. Der markante Skulpturenweg mit 26 Werken zieht sich wie ein rotes Band durch das Gelände, begleitet von Wiesen, Baumgruppen und Stegen ans Wasser. Dazu kommen Highlights wie die Kneippanlage am Sebastian‑Kneipp‑Platz, der historische Turmhügel Schanzhübl als Bodendenkmal und – als leuchtender Akzent – der Vesuna‑Turm. Dank der Nähe zur Altstadt, zum Amberger Congress Centrum (ACC) und zum Kurfürstenbad ist die Anreise bequem, Parkplätze sind gut ausgeschildert, und mit den Amberger Plätten lässt sich das Areal sogar vom Wasser aus erreichen. Wer Natur, Kunst und Stadtflair verbinden möchte, findet hier eine abwechslungsreiche Kulisse für Spaziergänge, Familienausflüge, Fototouren und entspannte Stunden am Fluss.

Bilder und Fotospots am ehemaligen Landesgartenschaugelände Amberg

Die Suchanfragen nach „Fotos“ und „Bildern“ führen direkt zu den stärksten Motiven des Geländes: Wasser, Kunst und Weite. Ein idealer Einstieg ist der Skulpturenweg, der als rund 3,5 Kilometer langer Rundkurs angelegt ist und an der historischen Stadtbrille beginnt beziehungsweise endet. 26 Werke von 23 Künstlerinnen und Künstlern setzen im Jahreslauf jeweils andere Akzente – mal filigran und transparent im Gegenlicht, mal monumental mit klaren Konturen. Frühmorgens schweift der Blick über taufeuchte Wiesen, die Vils spiegelt erste Himmelsfarben, und Metall- oder Steinoberflächen reagieren auf das milde Licht. Mittags entstehen kontrastreiche Bilder mit satten Grüntönen, während in der goldenen Stunde die warmen Reflexe die Linien der Skulpturen modellieren. Besonders stimmungsvoll ist der Bereich an der Drahthammerwiese: Hier treffen Wiesenkanten, Ufergehölze und Wasser aufeinander, und die Plätten ziehen fotogen ins Bild. Wer gern Bewegung im Motiv hat, wartet eine Ankunft oder Abfahrt ab und nutzt den niedrigen Standpunkt knapp über dem Wasserspiegel entlang der Uferpfade. Der Vesuna‑Turm bietet je nach Tageszeit unterschiedliche Effekte; als „Lichtskulptur“ entwickelt er in der Dämmerung eine eigene Aura. Für detailverliebte Close‑ups eignen sich Oberflächenstrukturen einzelner Arbeiten am Skulpturenweg ebenso wie die Kanten der Kneipp‑Armbecken, in denen quellfrisches Wasser plätschert. In den Auen sind die Blickachsen breit: ein guter Moment, um Weitwinkelperspektiven auszuprobieren, die die Tiefe der Landschaft betonen. Familien finden am Piratenspielplatz – der als Rastpunkt auf beliebten Radrouten entlang der Vils empfohlen wird – lebendige Motive mit Wasser- und Kletterelementen. Aus Respekt vor anderen Gästen gilt: Bitte Spielbereiche nicht mit Stativ verstellen, Diskretionsabstand wahren und auf Beschilderungen achten. Wer Stadtbild und Park kombinieren will, plant eine Route von der Stadtbrille in Richtung Vilsauen und nimmt historische Mauern als ersten Bildrahmen, bevor die Szenerie sich in die Weite des ehemaligen Gartenschauparks öffnet. So lassen sich in kurzer Zeit Bildserien erstellen, die Ambergs Charakter zwischen Mittelalter, Flusslandschaft und zeitgenössischer Kunst verdichten.

Geschichte und Entwicklung: Landesgartenschau 1996 – Leben am Fluss

Das heutige Erholungsgebiet geht auf die Bayerische Landesgartenschau 1996 zurück. Unter dem Leitgedanken „Leben am Fluss“ wurden Zugang, Aufenthaltsqualität und ökologischer Zustand der Vils grundlegend verbessert. Die Schau lockte vom 26. April bis 6. Oktober 1996 rund 1,1 Millionen Gäste auf ein 33 Hektar großes Areal – ein Impuls, der bis heute nachwirkt. Ziel war es, Natur und Stadt enger zu verweben: Auenbereiche wurden aufgewertet, Ufer renaturiert, Retentionsflächen geschaffen. Gleichzeitig entstanden kulturelle und städtebauliche Begleiter, die das Viertel bis heute prägen, darunter der Dultplatz als Volksfestareal und das Amberger Congress Centrum (ACC) als Veranstaltungsort am Parkrand. Ein prägendes Kapitel der stadthistorischen Erzählung ist die Transformation des früheren Klärwerks: Statt Industrieanlage steht hier heute das Jugendzentrum „Klärwerk“ als Ort für Kultur- und Jugendarbeit – ein Beispiel für nachhaltige Umnutzung. Kunst spielte von Beginn an eine tragende Rolle. Einige der Skulpturen und Installationen wurden im Rahmen der Gartenschau geschaffen, andere kamen später hinzu; zusammen bilden sie den Amberger Skulpturenweg, der das Gelände thematisch verbindet und als offenes Freiluftmuseum funktioniert. Geschichte ist im Gelände aber nicht nur in jüngerer Form präsent: Der Turmhügel Schanzhübl, eine mittelalterliche Motte und als Bodendenkmal ausgewiesen, bringt archäologische Tiefe in die Parklandschaft. Wer die Gartenschau-Zeit nachvollziehen möchte, erkennt im heutigen Wegenetz und in den Blickachsen die planerische Absicht: offene Räume für Freizeit und Begegnung, sanfte Eingriffe an den Ufern, um Wasser, Wiesen und Stadtmauern miteinander sprechen zu lassen. Die Plätten, jene flachen Holzboote, die einst Salz und Eisen transportierten, wurden im Zuge der Gartenschau wieder belebt – heute sind Plättenfahrten als touristisches Erlebnis fest verankert und binden die Auenlandschaft emotional an die Altstadt. So verbindet das ehemalige Landesgartenschaugelände bis heute ökologische Aufwertung, kulturelle Identität und alltagstaugliche Erholung.

Skulpturenweg, Vesuna‑Turm und Kunst im Grünen

Der Skulpturenweg ist das künstlerische Rückgrat des Parks: 26 Werke von 23 Kunstschaffenden, ganzjährig begehbar, verknüpft durch einen rund 3,5 Kilometer langen Rundweg. Der Parcours beginnt bzw. endet an der Stadtbrille und führt durch Wiesen, an der Vils entlang und vorbei an Sport- und Freizeitflächen. Die Mischung aus Materialien – Metall, Stein, Holz – reagiert sensibel auf Wetter, Licht und Jahreszeiten: Im Frühling setzen junge Blätter weiche Hintergründe, im Sommer arbeiten Schattenkanten die Volumina heraus, im Herbst kontrastieren warme Töne das Kühle von Stahl, und im Winter wirken reduzierte Linien besonders grafisch. Ein besonderes Werk ist der Vesuna‑Turm: eine Lichtskulptur, die 1996 als deutsch‑französisches Freundschaftsprojekt an Amberg übergeben wurde. Entwurf, Planung und Realisierung verantwortete der Künstler Wilhelm Koch; die symbolische Geste verankert das Thema Licht als verbindendes Element im Park. Der Turm entfaltet seine Wirkung vor allem in der Dämmerung, wenn die Umgebung ruhiger wird und die vertikale Setzung zur Landmarke in der Auenlandschaft wird. Der Weg streift zudem historische Marker wie den Turmhügel Schanzhübl, dessen geometrische Form – ein pyramidenstumpfförmiger Hügel mit Plateau – im Kontrast zur freien Natur steht. Es lohnt sich, den Skulpturenweg nicht nur als lineare Route zu sehen, sondern als Einladung zum Abzweigen: kurze Abstecher ans Ufer, zu Baumgruppen oder in offene Wiesenflächen verändern den Blick auf die gleichen Arbeiten. Für Familien ist die Staffelung ideal: Kinder können sich zwischen Stationen bewegen, ohne weite Distanzen zu überwinden, und finden unterwegs Spiel- und Rastpunkte. Wer Kunstvermittlung schätzt, nimmt die Broschüre der Stadt Amberg zum Skulpturenweg zur Hand; sie ordnet Entstehungszusammenhänge ein, liefert Hintergründe zu Materialien und nennt die beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Die offene Konzeption des Weges macht das Gelände zum lebendigen Ausstellungsraum – nie gleich, immer im Dialog mit Wetter und Jahreszeit. Damit ist der Skulpturenweg mehr als Dekor: Er strukturiert Wege, schafft Identität und bietet Ankerpunkte für Fotografie, Bildung und bewusste Pausen im Grünen.

Plättenfahrten, Vilsauen und Freizeitangebote rund um das Gelände

Die Vils ist die stille Hauptdarstellerin des Geländes. Am besten spürt man das vom Wasser aus: Öffentliche Plättenfahrten starten in der Altstadt an der Schiffbrücke und legen an der Drahthammerwiese im ehemaligen Landesgartenschaugelände an. In der Saison – üblicherweise von Mai bis Oktober – fahren die Plätten an Wochenenden und Feiertagen im Stundentakt, teils mit zusätzlichen Wochentagen in den Sommermonaten; Gruppen können Sonderfahrten buchen. Die Strecke führt unter der Stadtbrille hindurch flussabwärts, vorbei an Ufern, Wiesen und Wehranlagen, und verknüpft so Stadterlebnis und Auenruhe. Wer lieber zu Fuß oder per Rad unterwegs ist, findet ein engmaschiges Netz aus Uferwegen und Querungen; Abschnitte sind Bestandteil des überregionalen Fünf‑Flüsse‑Radwegs, der als steigungsarme Familienroute gilt. Für Pausen bieten sich Wiesen und Sitzgelegenheiten an, und am Piratenspielplatz nahe der Vils lässt sich der Bewegungsdrang der Kinder mit einer Rast verbinden. Sportflächen, Skate‑ und Bikebereiche in der Nähe machen das Areal zusätzlich attraktiv für Jugendliche. Wellness‑Affinen empfiehlt sich ein Abstecher zur Kneippanlage am Sebastian‑Kneipp‑Platz hinter dem Kurfürstenbad: Wassertret‑ und Armbecken werden aus der nahegelegenen Fürstenquelle gespeist, seit 2021 ergänzt durch ein barrierefreies Armbecken. Das kalte, quellfrische Wasser ist besonders im Sommer eine belebende Erfrischung; eine beschilderte Kräuterspirale erklärt heimische Heilpflanzen – eine schöne, lehrreiche Ergänzung zum Naturerlebnis. Kurzum: Ob man eine Stunde hat oder einen halben Tag, das Gelände bietet niederschwellige Aktivitäten, die ohne großen Aufwand funktionieren. Wer Kultur an einem Abend plant, kann das Programm im ACC besuchen und die Pause oder den Ausklang für einen kurzen Parkspaziergang nutzen – Uferwege und Brücken sind nur wenige Schritte entfernt. Damit zeigt sich das ehemalige Gartenschaugelände als Bindeglied: Es verbindet Stadt und Fluss, Aktivität und Muße, Familie und Kultur, und es lädt ein, den Rhythmus der eigenen Zeit zu bestimmen – zu Wasser, zu Fuß oder auf zwei Rädern.

Anfahrt und Parken: Dultplatz, ACC und Kurfürstenbad

Die Erreichbarkeit ist eines der großen Pluspunkte des Areals. Vom Bahnhof Amberg gelangt man in wenigen Gehminuten über die Innenstadt an die Vils; von dort öffnen sich die Wege ins ehemalige Gartenschaugelände. Wer mit dem Auto anreist, orientiert sich am Parkleitsystem der Stadt: Live‑Anzeigen weisen Kapazitäten in Parkhäusern und auf Stellplätzen aus. Besonders praktisch liegen der Dultplatz (gegenüber dem Gelände an der Bruno‑Hofer‑Straße), die Parkgarage am Kurfürstenbad am Schießstätteweg und Stellplätze rund um das Amberger Congress Centrum (ACC). Das ACC informiert online zu Anfahrt aus Richtung A6 (Ausfahrt Amberg‑Ost, B85) und zu Parkoptionen – inklusive der Kurfürsten‑Tiefgarage sowie behindertengerechter Stellplätze am Künstlereingang und am Ernst‑Michl‑Platz. Für Veranstaltungen empfiehlt sich ein Blick in die ACC‑Hinweise, da bei größeren Events die Nachfrage steigt; das Parkleitsystem hilft dann, zügig auf Ausweichmöglichkeiten wie Kräuterwiese oder Ziegeltor zu navigieren. Wer das Auto stehen lassen möchte, kombiniert Bahn und Fußweg oder nutzt den Citybus; das Jugendzentrum „Klärwerk“ an der Bruno‑Hofer‑Straße 8 – eine Adresse, die das Gartenschauareal räumlich verortet – ist mit der Linie 3 angebunden. Fahrräder lassen sich entlang der Wege sicher abstellen; auf dem Fünf‑Flüsse‑Radweg ist das Gelände ein idealer Zwischenstopp. Für Reisegruppen lohnt sich die Koordination mit der Tourist‑Information, etwa wenn eine Plättenfahrt eingeplant ist und der Ein- und Ausstieg an Schiffbrücke oder Drahthammerwiese abgestimmt werden soll. Tipp: Bei sommerlicher Hitze spenden Auenbäume Schatten; Trinkwasser und Sonnenhut erhöhen die Aufenthaltsqualität – und wer Abkühlung sucht, findet sie im Kneipp‑Armbecken oder im Freizeitbereich des nahegelegenen Kurfürstenbads. So fügt sich die Anreise flexibel in jedes Tageskonzept, vom Kurzbesuch bis zum kombinierten Kultur‑ und Naturprogramm.

Erfahrungen, Bewertungen und praktische Tipps für Ihren Besuch

Das Gelände genießt in Amberg den Ruf eines „schönen Ortes zum Seele‑baumeln‑lassen“ – eine Einschätzung, die sich mit dem Blick vor Ort deckt: weite Wiesen, naturnahe Ufer, kurze Wege. Die Kunst verleiht dem Spaziergang Struktur, die Kneippanlage sorgt für Erfrischung, und wer Wassererlebnis sucht, steigt in der Altstadt in die Plätte und erreicht die Drahthammerwiese entspannt vom Fluss her. Familien loben den Bewegungsraum, Radfahrende schätzen die steigungsarmen Routen entlang der Vils. Praktische Hinweise helfen, Missverständnisse zu vermeiden: In öffentlichen Grünanlagen gelten die Regelungen der städtischen Grünanlagensatzung; Hundehaltende sollten daher auf Leinenpflicht und Beschilderungen achten, und Spielplätze sind in der Regel hundefrei. Grillen ist auf Grünflächen grundsätzlich nicht gestattet; ausgewiesene Grillplätze liegen außerhalb. Wer barrierefreie Angebote braucht, findet sie im ACC; die Wege im Park sind überwiegend befestigt, und an der Kneippanlage steht seit 2021 ein barrierefreies Armbecken bereit. Für Fotografierende empfiehlt sich Rücksicht in Stoßzeiten – etwa bei Veranstaltungen am Dultplatz oder im ACC –, wenn Besucherströme zunehmen. Die beste Lichtstimmung entsteht morgens und am späten Nachmittag; bei Hochwasser oder nach starken Winden können einzelne Uferwege temporär gesperrt sein, entsprechende Hinweise der Stadt sind zu beachten. Saisonale Ergänzungen machen den Besuch abwechslungsreich: Im Frühjahr werden die Kräuterbeete an der Kneippanlage neu bepflanzt, im Sommer lädt der Freizeitbereich des Kurfürstenbads ein, und zur Volksfestzeit verwandelt sich der Dultplatz in ein lebendiges Areal, wenige Schritte neben den ruhigen Auen. Wer Kultur, Natur und Fotografie kombinieren möchte, plant eine Route: Start an der Stadtbrille, Skulpturenweg im Uhrzeigersinn, Abstecher zum Vesuna‑Turm, weiter zur Drahthammerwiese, Pause am Wasser oder im Schatten, dann zurück über die Kneippanlage Richtung Kurfürstenbad – mit oder ohne Abschluss im ACC‑Programm. So entsteht aus wenigen Bausteinen ein kompletter Amberg‑Tag, der den Geist der Landesgartenschau – Leben am Fluss – bis heute spürbar macht.

Quellen:

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ehem. Landesgartenschaugelände | Bilder & Skulpturenweg Amberg

Zwischen Altstadt und Auenlandschaft liegt das ehemalige Landesgartenschaugelände – heute Ambergs grünes Wohnzimmer an der Vils. Wo 1996 die bayerische Landesgartenschau unter dem Motto „Leben am Fluss“ stattfand, erwartet Besucherinnen und Besucher ein weitläufiges Naherholungsgebiet mit naturnahen Uferbereichen, Kunst im Freien, Spiel- und Freizeitflächen sowie kurzen Wegen zu Kultur- und Veranstaltungsorten. Der markante Skulpturenweg mit 26 Werken zieht sich wie ein rotes Band durch das Gelände, begleitet von Wiesen, Baumgruppen und Stegen ans Wasser. Dazu kommen Highlights wie die Kneippanlage am Sebastian‑Kneipp‑Platz, der historische Turmhügel Schanzhübl als Bodendenkmal und – als leuchtender Akzent – der Vesuna‑Turm. Dank der Nähe zur Altstadt, zum Amberger Congress Centrum (ACC) und zum Kurfürstenbad ist die Anreise bequem, Parkplätze sind gut ausgeschildert, und mit den Amberger Plätten lässt sich das Areal sogar vom Wasser aus erreichen. Wer Natur, Kunst und Stadtflair verbinden möchte, findet hier eine abwechslungsreiche Kulisse für Spaziergänge, Familienausflüge, Fototouren und entspannte Stunden am Fluss.

Bilder und Fotospots am ehemaligen Landesgartenschaugelände Amberg

Die Suchanfragen nach „Fotos“ und „Bildern“ führen direkt zu den stärksten Motiven des Geländes: Wasser, Kunst und Weite. Ein idealer Einstieg ist der Skulpturenweg, der als rund 3,5 Kilometer langer Rundkurs angelegt ist und an der historischen Stadtbrille beginnt beziehungsweise endet. 26 Werke von 23 Künstlerinnen und Künstlern setzen im Jahreslauf jeweils andere Akzente – mal filigran und transparent im Gegenlicht, mal monumental mit klaren Konturen. Frühmorgens schweift der Blick über taufeuchte Wiesen, die Vils spiegelt erste Himmelsfarben, und Metall- oder Steinoberflächen reagieren auf das milde Licht. Mittags entstehen kontrastreiche Bilder mit satten Grüntönen, während in der goldenen Stunde die warmen Reflexe die Linien der Skulpturen modellieren. Besonders stimmungsvoll ist der Bereich an der Drahthammerwiese: Hier treffen Wiesenkanten, Ufergehölze und Wasser aufeinander, und die Plätten ziehen fotogen ins Bild. Wer gern Bewegung im Motiv hat, wartet eine Ankunft oder Abfahrt ab und nutzt den niedrigen Standpunkt knapp über dem Wasserspiegel entlang der Uferpfade. Der Vesuna‑Turm bietet je nach Tageszeit unterschiedliche Effekte; als „Lichtskulptur“ entwickelt er in der Dämmerung eine eigene Aura. Für detailverliebte Close‑ups eignen sich Oberflächenstrukturen einzelner Arbeiten am Skulpturenweg ebenso wie die Kanten der Kneipp‑Armbecken, in denen quellfrisches Wasser plätschert. In den Auen sind die Blickachsen breit: ein guter Moment, um Weitwinkelperspektiven auszuprobieren, die die Tiefe der Landschaft betonen. Familien finden am Piratenspielplatz – der als Rastpunkt auf beliebten Radrouten entlang der Vils empfohlen wird – lebendige Motive mit Wasser- und Kletterelementen. Aus Respekt vor anderen Gästen gilt: Bitte Spielbereiche nicht mit Stativ verstellen, Diskretionsabstand wahren und auf Beschilderungen achten. Wer Stadtbild und Park kombinieren will, plant eine Route von der Stadtbrille in Richtung Vilsauen und nimmt historische Mauern als ersten Bildrahmen, bevor die Szenerie sich in die Weite des ehemaligen Gartenschauparks öffnet. So lassen sich in kurzer Zeit Bildserien erstellen, die Ambergs Charakter zwischen Mittelalter, Flusslandschaft und zeitgenössischer Kunst verdichten.

Geschichte und Entwicklung: Landesgartenschau 1996 – Leben am Fluss

Das heutige Erholungsgebiet geht auf die Bayerische Landesgartenschau 1996 zurück. Unter dem Leitgedanken „Leben am Fluss“ wurden Zugang, Aufenthaltsqualität und ökologischer Zustand der Vils grundlegend verbessert. Die Schau lockte vom 26. April bis 6. Oktober 1996 rund 1,1 Millionen Gäste auf ein 33 Hektar großes Areal – ein Impuls, der bis heute nachwirkt. Ziel war es, Natur und Stadt enger zu verweben: Auenbereiche wurden aufgewertet, Ufer renaturiert, Retentionsflächen geschaffen. Gleichzeitig entstanden kulturelle und städtebauliche Begleiter, die das Viertel bis heute prägen, darunter der Dultplatz als Volksfestareal und das Amberger Congress Centrum (ACC) als Veranstaltungsort am Parkrand. Ein prägendes Kapitel der stadthistorischen Erzählung ist die Transformation des früheren Klärwerks: Statt Industrieanlage steht hier heute das Jugendzentrum „Klärwerk“ als Ort für Kultur- und Jugendarbeit – ein Beispiel für nachhaltige Umnutzung. Kunst spielte von Beginn an eine tragende Rolle. Einige der Skulpturen und Installationen wurden im Rahmen der Gartenschau geschaffen, andere kamen später hinzu; zusammen bilden sie den Amberger Skulpturenweg, der das Gelände thematisch verbindet und als offenes Freiluftmuseum funktioniert. Geschichte ist im Gelände aber nicht nur in jüngerer Form präsent: Der Turmhügel Schanzhübl, eine mittelalterliche Motte und als Bodendenkmal ausgewiesen, bringt archäologische Tiefe in die Parklandschaft. Wer die Gartenschau-Zeit nachvollziehen möchte, erkennt im heutigen Wegenetz und in den Blickachsen die planerische Absicht: offene Räume für Freizeit und Begegnung, sanfte Eingriffe an den Ufern, um Wasser, Wiesen und Stadtmauern miteinander sprechen zu lassen. Die Plätten, jene flachen Holzboote, die einst Salz und Eisen transportierten, wurden im Zuge der Gartenschau wieder belebt – heute sind Plättenfahrten als touristisches Erlebnis fest verankert und binden die Auenlandschaft emotional an die Altstadt. So verbindet das ehemalige Landesgartenschaugelände bis heute ökologische Aufwertung, kulturelle Identität und alltagstaugliche Erholung.

Skulpturenweg, Vesuna‑Turm und Kunst im Grünen

Der Skulpturenweg ist das künstlerische Rückgrat des Parks: 26 Werke von 23 Kunstschaffenden, ganzjährig begehbar, verknüpft durch einen rund 3,5 Kilometer langen Rundweg. Der Parcours beginnt bzw. endet an der Stadtbrille und führt durch Wiesen, an der Vils entlang und vorbei an Sport- und Freizeitflächen. Die Mischung aus Materialien – Metall, Stein, Holz – reagiert sensibel auf Wetter, Licht und Jahreszeiten: Im Frühling setzen junge Blätter weiche Hintergründe, im Sommer arbeiten Schattenkanten die Volumina heraus, im Herbst kontrastieren warme Töne das Kühle von Stahl, und im Winter wirken reduzierte Linien besonders grafisch. Ein besonderes Werk ist der Vesuna‑Turm: eine Lichtskulptur, die 1996 als deutsch‑französisches Freundschaftsprojekt an Amberg übergeben wurde. Entwurf, Planung und Realisierung verantwortete der Künstler Wilhelm Koch; die symbolische Geste verankert das Thema Licht als verbindendes Element im Park. Der Turm entfaltet seine Wirkung vor allem in der Dämmerung, wenn die Umgebung ruhiger wird und die vertikale Setzung zur Landmarke in der Auenlandschaft wird. Der Weg streift zudem historische Marker wie den Turmhügel Schanzhübl, dessen geometrische Form – ein pyramidenstumpfförmiger Hügel mit Plateau – im Kontrast zur freien Natur steht. Es lohnt sich, den Skulpturenweg nicht nur als lineare Route zu sehen, sondern als Einladung zum Abzweigen: kurze Abstecher ans Ufer, zu Baumgruppen oder in offene Wiesenflächen verändern den Blick auf die gleichen Arbeiten. Für Familien ist die Staffelung ideal: Kinder können sich zwischen Stationen bewegen, ohne weite Distanzen zu überwinden, und finden unterwegs Spiel- und Rastpunkte. Wer Kunstvermittlung schätzt, nimmt die Broschüre der Stadt Amberg zum Skulpturenweg zur Hand; sie ordnet Entstehungszusammenhänge ein, liefert Hintergründe zu Materialien und nennt die beteiligten Künstlerinnen und Künstler. Die offene Konzeption des Weges macht das Gelände zum lebendigen Ausstellungsraum – nie gleich, immer im Dialog mit Wetter und Jahreszeit. Damit ist der Skulpturenweg mehr als Dekor: Er strukturiert Wege, schafft Identität und bietet Ankerpunkte für Fotografie, Bildung und bewusste Pausen im Grünen.

Plättenfahrten, Vilsauen und Freizeitangebote rund um das Gelände

Die Vils ist die stille Hauptdarstellerin des Geländes. Am besten spürt man das vom Wasser aus: Öffentliche Plättenfahrten starten in der Altstadt an der Schiffbrücke und legen an der Drahthammerwiese im ehemaligen Landesgartenschaugelände an. In der Saison – üblicherweise von Mai bis Oktober – fahren die Plätten an Wochenenden und Feiertagen im Stundentakt, teils mit zusätzlichen Wochentagen in den Sommermonaten; Gruppen können Sonderfahrten buchen. Die Strecke führt unter der Stadtbrille hindurch flussabwärts, vorbei an Ufern, Wiesen und Wehranlagen, und verknüpft so Stadterlebnis und Auenruhe. Wer lieber zu Fuß oder per Rad unterwegs ist, findet ein engmaschiges Netz aus Uferwegen und Querungen; Abschnitte sind Bestandteil des überregionalen Fünf‑Flüsse‑Radwegs, der als steigungsarme Familienroute gilt. Für Pausen bieten sich Wiesen und Sitzgelegenheiten an, und am Piratenspielplatz nahe der Vils lässt sich der Bewegungsdrang der Kinder mit einer Rast verbinden. Sportflächen, Skate‑ und Bikebereiche in der Nähe machen das Areal zusätzlich attraktiv für Jugendliche. Wellness‑Affinen empfiehlt sich ein Abstecher zur Kneippanlage am Sebastian‑Kneipp‑Platz hinter dem Kurfürstenbad: Wassertret‑ und Armbecken werden aus der nahegelegenen Fürstenquelle gespeist, seit 2021 ergänzt durch ein barrierefreies Armbecken. Das kalte, quellfrische Wasser ist besonders im Sommer eine belebende Erfrischung; eine beschilderte Kräuterspirale erklärt heimische Heilpflanzen – eine schöne, lehrreiche Ergänzung zum Naturerlebnis. Kurzum: Ob man eine Stunde hat oder einen halben Tag, das Gelände bietet niederschwellige Aktivitäten, die ohne großen Aufwand funktionieren. Wer Kultur an einem Abend plant, kann das Programm im ACC besuchen und die Pause oder den Ausklang für einen kurzen Parkspaziergang nutzen – Uferwege und Brücken sind nur wenige Schritte entfernt. Damit zeigt sich das ehemalige Gartenschaugelände als Bindeglied: Es verbindet Stadt und Fluss, Aktivität und Muße, Familie und Kultur, und es lädt ein, den Rhythmus der eigenen Zeit zu bestimmen – zu Wasser, zu Fuß oder auf zwei Rädern.

Anfahrt und Parken: Dultplatz, ACC und Kurfürstenbad

Die Erreichbarkeit ist eines der großen Pluspunkte des Areals. Vom Bahnhof Amberg gelangt man in wenigen Gehminuten über die Innenstadt an die Vils; von dort öffnen sich die Wege ins ehemalige Gartenschaugelände. Wer mit dem Auto anreist, orientiert sich am Parkleitsystem der Stadt: Live‑Anzeigen weisen Kapazitäten in Parkhäusern und auf Stellplätzen aus. Besonders praktisch liegen der Dultplatz (gegenüber dem Gelände an der Bruno‑Hofer‑Straße), die Parkgarage am Kurfürstenbad am Schießstätteweg und Stellplätze rund um das Amberger Congress Centrum (ACC). Das ACC informiert online zu Anfahrt aus Richtung A6 (Ausfahrt Amberg‑Ost, B85) und zu Parkoptionen – inklusive der Kurfürsten‑Tiefgarage sowie behindertengerechter Stellplätze am Künstlereingang und am Ernst‑Michl‑Platz. Für Veranstaltungen empfiehlt sich ein Blick in die ACC‑Hinweise, da bei größeren Events die Nachfrage steigt; das Parkleitsystem hilft dann, zügig auf Ausweichmöglichkeiten wie Kräuterwiese oder Ziegeltor zu navigieren. Wer das Auto stehen lassen möchte, kombiniert Bahn und Fußweg oder nutzt den Citybus; das Jugendzentrum „Klärwerk“ an der Bruno‑Hofer‑Straße 8 – eine Adresse, die das Gartenschauareal räumlich verortet – ist mit der Linie 3 angebunden. Fahrräder lassen sich entlang der Wege sicher abstellen; auf dem Fünf‑Flüsse‑Radweg ist das Gelände ein idealer Zwischenstopp. Für Reisegruppen lohnt sich die Koordination mit der Tourist‑Information, etwa wenn eine Plättenfahrt eingeplant ist und der Ein- und Ausstieg an Schiffbrücke oder Drahthammerwiese abgestimmt werden soll. Tipp: Bei sommerlicher Hitze spenden Auenbäume Schatten; Trinkwasser und Sonnenhut erhöhen die Aufenthaltsqualität – und wer Abkühlung sucht, findet sie im Kneipp‑Armbecken oder im Freizeitbereich des nahegelegenen Kurfürstenbads. So fügt sich die Anreise flexibel in jedes Tageskonzept, vom Kurzbesuch bis zum kombinierten Kultur‑ und Naturprogramm.

Erfahrungen, Bewertungen und praktische Tipps für Ihren Besuch

Das Gelände genießt in Amberg den Ruf eines „schönen Ortes zum Seele‑baumeln‑lassen“ – eine Einschätzung, die sich mit dem Blick vor Ort deckt: weite Wiesen, naturnahe Ufer, kurze Wege. Die Kunst verleiht dem Spaziergang Struktur, die Kneippanlage sorgt für Erfrischung, und wer Wassererlebnis sucht, steigt in der Altstadt in die Plätte und erreicht die Drahthammerwiese entspannt vom Fluss her. Familien loben den Bewegungsraum, Radfahrende schätzen die steigungsarmen Routen entlang der Vils. Praktische Hinweise helfen, Missverständnisse zu vermeiden: In öffentlichen Grünanlagen gelten die Regelungen der städtischen Grünanlagensatzung; Hundehaltende sollten daher auf Leinenpflicht und Beschilderungen achten, und Spielplätze sind in der Regel hundefrei. Grillen ist auf Grünflächen grundsätzlich nicht gestattet; ausgewiesene Grillplätze liegen außerhalb. Wer barrierefreie Angebote braucht, findet sie im ACC; die Wege im Park sind überwiegend befestigt, und an der Kneippanlage steht seit 2021 ein barrierefreies Armbecken bereit. Für Fotografierende empfiehlt sich Rücksicht in Stoßzeiten – etwa bei Veranstaltungen am Dultplatz oder im ACC –, wenn Besucherströme zunehmen. Die beste Lichtstimmung entsteht morgens und am späten Nachmittag; bei Hochwasser oder nach starken Winden können einzelne Uferwege temporär gesperrt sein, entsprechende Hinweise der Stadt sind zu beachten. Saisonale Ergänzungen machen den Besuch abwechslungsreich: Im Frühjahr werden die Kräuterbeete an der Kneippanlage neu bepflanzt, im Sommer lädt der Freizeitbereich des Kurfürstenbads ein, und zur Volksfestzeit verwandelt sich der Dultplatz in ein lebendiges Areal, wenige Schritte neben den ruhigen Auen. Wer Kultur, Natur und Fotografie kombinieren möchte, plant eine Route: Start an der Stadtbrille, Skulpturenweg im Uhrzeigersinn, Abstecher zum Vesuna‑Turm, weiter zur Drahthammerwiese, Pause am Wasser oder im Schatten, dann zurück über die Kneippanlage Richtung Kurfürstenbad – mit oder ohne Abschluss im ACC‑Programm. So entsteht aus wenigen Bausteinen ein kompletter Amberg‑Tag, der den Geist der Landesgartenschau – Leben am Fluss – bis heute spürbar macht.

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

BH

Bruni Hofbeck

27. April 2025

Ein so schönes Gelände zum erholen und Seele baumeln zu lassen. Super schön

HB

Honey Bee

13. August 2025

Keine Hunde erlaubt, schwach...

HB

Horst Baier

10. April 2019

Das Gelände beherbergte ursprünglich Ambergs Klärwerk/Kläranlage, bevor es für die Landesgartenschau komplett umgestaltet/neu angelegt wurde, die nun schon vor über 20 Jahren dort stattgefunden hat (1996). Seitdem ist es ein sehr schönes, altstadtnahes Naherholungsgebiet zum Spazieren, Flanieren, Laufen, Relaxen... mit viel Grün, Kinder-Piratenspielplatz, Kneippanlage, am Rande das Jugendzentrum "Klärwerk", und nachts leuchtet der "Vesuna-Turm" über die Anlage.

GF

Gerhard Frohnauer

18. Mai 2025

Sehr guter Stellplatz kostenlos.

MF

Melanie Fuchs

20. Juli 2024

Der Park eignet sich gut zum Joggen oder Spazierengehen. Es gibt nicht viel zu sehen. Für Kinder bis 12 Jahre gibt es einen schönen Wasserspielplatz. Badekleidung ist erforderlich. Neben dem Spielplatz befindet sich ein kleiner Kiosk. Man kann auch eigene Speisen mitbringen.