Die Singphoniker

Quelle: Wikipedia

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Die Singphoniker – Das Münchner Vokalsolistenensemble mit Klangkultur, Charme und historischer Tiefe
Vom Münchner Geheimtipp zur Institution der A-cappella-Kunst
Die Singphoniker stehen seit vier Jahrzehnten für vokale Exzellenz, stilistische Neugier und eine unverwechselbare Bühnenpräsenz. 1982 von sechs Studenten der Musikhochschule München gegründet, entwickelte sich das Männersextett vom inspirierten Hochschulprojekt zu einem der profiliertesten Vokalensembles Europas. Ihre Musikkarriere erzählt von sorgfältiger künstlerischer Entwicklung: von den Wurzeln in der deutschen Tradition der vokalen Kammermusik über die Wiederentdeckung vergessener Schätze bis hin zu eigens für sie komponierten Werken zeitgenössischer Komponisten. Mit mehr als 1.300 Konzerten in 29 Ländern, Programmen zwischen Gregorianik und Pop sowie einer preisgekrönten Diskographie prägen die Singphoniker die A-cappella-Landschaft nachhaltig.
Biografie: Gründung, Leitbild und künstlerische Handschrift
Gegründet am Vorbild der Comedian Harmonists, suchten die Singphoniker von Beginn an ihren eigenen Ton: nicht Imitation, sondern eine authentische deutsche Tradition der Vokalkammermusik für Männerstimmen. Das Ensemble verschmolz solistische Stimmfarben zu einem homogenen Gesamtklang und band früh den Klavierpart als klangfarbliche Erweiterung ein – ein Profilmerkmal, das bis heute Programmgestaltung und Arrangementästhetik prägt. Rasch wuchs die Reputation, es folgten internationale Tourneen durch Europa, die USA und darüber hinaus. Zeitgenössische Komponisten wie Enjott Schneider, Max Beckschäfer und Wilfried Hiller schrieben für die Gruppe; 2005 wirkten die Singphoniker an der Uraufführung von Hillers Kirchenoper „Augustinus“ mit und unterstrichen ihren Anspruch, historisch Gewachsenes mit Gegenwartskunst produktiv zu verbinden.
Mitglieder und vokale Architektur des Ensembles
Die aktuelle Besetzung vereint sechs charakterstarke Solostimmen, die in der Ensemblearbeit zu einer fein balancierten Klangarchitektur verschmelzen: Johannes Euler (Countertenor), Daniel Schreiber (Tenor), Henning Jensen (Tenor), Berno Scharpf (Bariton und Klavier), Marlo Honselmann (Bassbariton) und Florian Drexel (Bass). Gerade diese Besetzung erlaubt differenzierte Stimmführung, kammermusikalisches Atmen und eine elegante Artikulation zwischen Textverständlichkeit und Legatokultur – Qualitäten, die in Repertoire von der Renaissance bis zur Spätromantik und in kompositorisch anspruchsvoller Moderne gleichermaßen tragen.
Repertoire-Kompass: Von Gregorianik bis Pop – kuratiert, kontextbewusst, kommunikativ
In abwechslungsreich gestalteten Programmen verbinden die Singphoniker Vokalpolyphonie der Renaissance, romantische Männerchöre, geistliche Musik des 20. Jahrhunderts und intelligente Crossover-Arrangements. Ihre Dramaturgie schafft Brücken – etwa vom klanglich asketischen Choral über liedhafte Intimität bis zu Close-Harmony-Nuancen mit augenzwinkerndem Humor. Diese kuratorische Handschrift wird auf der Bühne charmant moderiert und bringt Musikgeschichte in eine lebendige, publikumsnahe Gegenwart. Die Bandbreite reicht von Orlando di Lasso über Schubert, Mendelssohn und Brahms bis zu Strauss, Reger, Britten – und in eigens arrangierten Sets sogar zu Cole Porter, Gershwin oder Simon & Garfunkel.
Diskographie: Referenzeinspielungen und preisgekrönte Zyklen
Die Diskographie der Singphoniker – über 30 Produktionen, vornehmlich bei cpo und Oehms Classics – gilt als Fundus exemplarischer Interpretationen. Ihre Einspielung der Grieg-Partsongs für Männerstimmen wurde international hoch gelobt; Kritiker hoben die „impeccable vocalism“ und die „ensemble unity“ hervor, die aus sechs Stimmen ein souverän atmendes Klanginstrument formen. Ebenso prägend ist die komplette Sammlung der mehrstimmigen Gesänge Franz Schuberts für Männerstimmen – ein Großprojekt, das nicht nur editorische Schärfe zeigt, sondern die historische Aufführungspraxis salonartiger Vokalkultur mit moderner Präzision verbindet. Daneben markieren Alben wie „Singphonic di Lasso“, „Reger & Strauss: Singphonic“, die Jubiläums-Compilation „Die Singphoniker – 25 Jahre“ sowie „Gregorianischer Choral aus St. Gallen“ Repertoiretiefen und stilistische Spannweite.
Auszeichnungen: Autorität durch Preise und internationale Anerkennung
Die künstlerische Autorität des Ensembles spiegelt sich in Auszeichnungen: 1988 gewannen die Singphoniker den 1. Preis beim internationalen Chorwettbewerb in Gorizia. 1994 folgte der Diapason d’or de l’année für „Singphonic Mendelssohn“, 1997 der renommierte Grand Prix du Disque „Charles Cros“ (Radio France) für die erste Gesamteinspielung sämtlicher Schubert-Gesänge für Männerstimmen. Preise wie diese verankern die Gruppe in der europäischen Chor- und Vokalgeschichte und dokumentieren Beständigkeit, Repertoireverantwortung und interpretatorische Substanz.
Kritische Rezeption: Klangästhetik zwischen Kammermusik und rhetorischer Klarheit
Fachpresse und Rezensenten beschreiben die Singphoniker als Ensemble, das kammermusikalische Intelligenz mit expressiver Textdeklamation vereint. Für die Grieg-Partsongs attestierten Kritiker eine „weltklasse“ Produktion mit idealer Akustik, „outstanding ensemble singing“ und einer Balance, die aus Text, Harmonik und Stimmführung berührende Tableaus formt. Auch die Schubert-Gesamtaufnahme wurde wegen ihres „string ensemble“-gleichen Mischklangs und der stilkundigen, textnahen Gestaltung hervorgehoben – ein Beispiel dafür, wie historisches Wissen und moderne Produktionstechnik sich zu einer zeitlosen Referenz verbinden.
Kompositionsaufträge und Zusammenarbeit mit der Gegenwart
Die Liste der kompositorischen „Originale“ für das Ensemble unterstreicht die Relevanz der Singphoniker für die zeitgenössische Vokalszene: Enjott Schneider schrieb die „Variationen über die Liebe“ (UA 1984), Max Beckschäfer widmete dem Sextett mehrstimmige Zyklen wie die „Frammenti e Stanze di Michelangelo“ und „Shakespeare Songs“, Wilfried Hiller entwickelte mit den Sängern die groß angelegte Kirchenoper „Augustinus“. Diese Kooperationen sorgen dafür, dass das Repertoire für Männerstimmen lebendig bleibt, sich erweitert und an heutige Klang- und Sprachräume andockt.
Jüngste Aktivitäten: Programme, Konzertformate und Spielzeiten 2025
Aktuelle Projekte zeigen die anhaltende Bühnenpräsenz: Silvester- und Jahresendprogramme in München verbinden populäre Vokalkunst aus fünf Jahrhunderten mit der typisch singphonischen Mischung aus Eleganz und Esprit. Schlosskonzerte, Neujahrsgalas und Festivalauftritte – etwa in Bamberg, in Oberschleißheim, in Grünstadt und in Echternach – illustrieren die energetische Live-Kultur des Ensembles. Diese Konzerte belegen, wie sorgfältig die Singphoniker ihren Kanon aus Renaissance, Romantik, geistlicher Moderne und pointierten Crossover-Arrangements weiterpflegen und zugleich für neue Publika fruchtbar machen.
Stil und Technik: Klangregie, Intonation, Text – die singphonische „Methode“
Interpretatorisch setzen die Singphoniker auf eine vokale Klangregie, die Intonation und Obertonbalance vor virtuosem Effektdenken priorisiert. Die Stimmgruppen artikulieren textbewusst und differenziert, bleiben in polyphonen Gefügen durchsichtig und führen romantische Harmonien mit elastischer Phrasierung. Im Arrangement verbinden sie historisch informierte Praxis mit moderner Präsenz: das Klavier stützt als harmonisches Fundament, setzt farbliche Akzente und verleiht der Gesamtarchitektur eine orchestrale Dimension. So entstehen Programmverläufe, die Geschichte erzählen – stilistisch präzise, dramaturgisch pointiert und emotional zugänglich.
Kultureller Einfluss: Brückenbauer zwischen Archiv und Gegenwart
Die Singphoniker leisten kulturelle Übersetzungsarbeit: Sie holen Repertoire abseits der großen Kanons in den Konzertalltag, pflegen romantische Männerchorkunst jenseits nationaler Stereotype und öffnen zugleich Türen zur Gegenwart. Durch Uraufführungen, sorgfältige Editionen und international beachtete Einspielungen verorten sie die Gattung Männerstimmen-Ensemble neu – als lebendige Kunstform, die in Liturgie, Salon, Konzertsaal und Popästhetik gleichermaßen Resonanz entfaltet. Ihre Programme zeigen, wie Traditionen nicht museal erstarren, sondern in einer überzeugenden, heutigen Musiksprache aufgehen.
Stimmen der Fans
Die Reaktionen der Fans zeigen deutlich: Die Singphoniker begeistern Menschen weltweit. Ein YouTube-Kommentar bringt es auf den Punkt: „Einer der bestbalancierten Ensembleklänge, die ich je gehört habe – Gänsehaut in jeder Phrase.“ Ein anderer schreibt: „Präzision, Wärme, Humor – diese Mischung macht süchtig!“ Und ein Hörer resümiert: „So klingt gelebte Vokalkunst: historische Tiefe, moderner Drive, berührende Musikalität.“
Fazit: Warum man die Singphoniker hören muss
Die Singphoniker vereinen Erfahrung und Expertise, Repertoireverantwortung und Bühneneleganz. Wer wissen will, wie klug kuratierte Vokalmusik klingt, die Stilwelten verbindet und Emotionen freisetzt, findet hier ein Referenzensemble. Ihre Diskographie dokumentiert interpretatorische Maßstäbe; ihre Konzerte zeigen, wie Musikgeschichte Gegenwart wird. Empfehlung: Erleben Sie die Singphoniker live – und lassen Sie sich von ihrer Klangkultur, Präzision und Spielfreude mitreißen.
Offizielle Kanäle von Die Singphoniker:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: https://www.youtube.com/@Singphoniker
- Spotify: Kein offizielles Profil gefunden
- TikTok: Kein offizielles Profil gefunden
Quellen:
- Die Singphoniker – Offizielle Website
- Carus-Verlag – Künstlerprofil Die Singphoniker
- ClassicsToday – Review: Grieg Partsongs (David Vernier)
- BBC Music Magazine / classical-music.com – Review: Schubert Complete Partsongs (Hilary Finch)
- Apple Music – Die Singphoniker (Künstlerprofil und Diskographie)
- Apple Music – Reger & Strauss: Singphonic (2003)
- Apple Music – Singphonic di Lasso (2002)
- Apple Music Classical – Gregorianischer Choral aus St. Gallen (2013)
- MünchenMusik – A-cappella zum Jahresausklang (31.12.2025)
- in München – Schlosskonzert Oberschleißheim (12.07.2025)
- termine.de – Neujahrsgalakonzert Bamberg (01.01.2025)
- Treffpunkt Pfalz – Konzert Grünstadt (18.01.2025)
- termine.de – Konzert Echternach (24.04.2025)
- Wikipedia: Bild- und Textquelle
Bevorstehende Veranstaltungen

Die Singphoniker: Neujahrskonzert 2026 in Landshut
Feiern Sie den Jahresauftakt im Rathausprunksaal: Die Singphoniker verbinden Renaissance, Romantik und Pop zu einem funkelnden Konzerterlebnis. 25.01.2026, 17:30 Uhr, ab 38 €. Emotion pur – jetzt Tickets sichern. #Landshut

Die Singphoniker: Prosit, Neujahr!
Feiern Sie den Jahresauftakt mit Die Singphoniker im Rathausprunksaal Landshut: stilvoll, emotional, virtuos. 25.01.2026, 19:30 Uhr, Tickets ab 38 €. Erleben, genießen, weiterempfehlen. #LandshutLive
